Werbeanzeigen

tilo-kieszling.de

Eine städtische Einrichtung. Der Kreuzchor.

| Keine Kommentare

Das Jahresprogramm des Kreuzchores (Achtung, ca. 9 MB)  lag letztens in meinem Briefkasten. Knapp 2,5 Millionen Euro Steuermittel gibt die Landeshauptstadt jährlich in diesen Chor. Ob man dafür erwarten kann, dass die Trägerschaft der Stadt irgendwie erkennbar ist?

Geradezu schamhaft verschweigen die Verantwortlichen des Chores in den öffentlichen Verlautbarungen, dass der Kreuzchor eine Einrichtung der Landeshauptstadt Dresden ist. In den Vorworten wird dies nicht deutlich, im Gegenteil, während der amtierende Bürgermeister den Chor wegen seiner künstlerischen Leistungen lobt, darf Landesbischof Bohl ebenfalls eine Seite lang die enge Verbundenheit zwischen Kirche und Chor darstellen. Erst ganz hinten, unter der Überschrift „Starke Förderer“, taucht die Stadt auf. In folgendem hier zitierten Satz:

Um diesen Anspruch dauerhaft zu erfüllen, gewinnt die Unterstützung des

Dresdner Kreuzchores über die städtische Trägerschaft hinaus zunehmend an Bedeutung.

Der einzige Verweis befindet sich an einer Stelle, an der um Spenden geworben wird. Ein Logo der Stadt sucht man vergeblich, einen Dank an die Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Steuergeldern den Chor erhalten ebenso. Wer im übrigen Lust hat, kann einmal die Veranstaltungen zählen, die in die regulären Kirchenabläufe eingebunden sind. In einer  Anfrage habe ich mich vor einiger Zeit erkundigt, was denn die Kirche für diese Dienstleistungen zahlt. 30.000 Euro für alles!

Ich finde, hier sollte sich einiges ändern: Entweder der Kreuzchor steht auch öffentlich sichtbar zur Trägerschaft der Landeshauptstadt Dresden, oder er erscheint weiter im Bild einer kirchlichen Einrichtung. Dann aber muß über die Lastenverteilung neu geredet werden.



Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: