{"id":298,"date":"2012-09-24T20:41:40","date_gmt":"2012-09-24T20:41:40","guid":{"rendered":"http:\/\/tilo-kieszling.de\/wp\/?p=298"},"modified":"2021-02-13T18:57:09","modified_gmt":"2021-02-13T18:57:09","slug":"ora-ora-ora","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tilo-kieszling.de\/wp\/2012\/09\/ora-ora-ora\/","title":{"rendered":"Ora! Ora! Ora!"},"content":{"rendered":"<p>Ein guter Freund, der sich Bj\u00f6rn Schenk nennt, bat mich heute, seine Replik zur gestern Abend gesendeten Jauch-Talkshow hier zu ver\u00f6ffentlichen. Aber klar doch!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><strong>Ora, Ora, Ora!<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Wer Million\u00e4r werden darf und wer es womit bezahlen muss&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Der Abend des 23. September 2012 war ein denkw\u00fcrdiger Abend im deutschen Fernsehen: Lange wurde nicht so wenig gedacht, daf\u00fcr umso mehr beschworen. Und zwar zeitgleich. W\u00e4hrend auf 3Sat der verst\u00f6rende Dokumentarfilm \u201eDie Mondverschw\u00f6rung\u201c lief, der sich mit dem Innenleben deutscher Verschw\u00f6rungstheoretiker und jenem des Erdenballs befasste ( Hitler wurde von Au\u00dferirdischen an den S\u00fcdpol verbracht und lebt heute als ca. 50j\u00e4hriger Mann im Inneren der Erde), konnte man bei der ARD eine Stunde mit ganz realen Verschw\u00f6rern zubringen und ihnen beim Beschw\u00f6ren gr\u00f6bster Frechheiten zuschauen, bis einem H\u00f6ren und Sehen verging. Lange dauerte das nicht.<\/p>\n<p>G\u00fcnther Jauch hatte ins alte Gasometer eingeladen, was rein optisch des F\u00fchreres angenommenem Refugium im Erdinneren zumindest schon recht nahe kommt. <strong>\u201eEine Frage der Gerechtigkeit \u2013 wer kann noch in Wohlstand leben?\u201c<\/strong> hatte Jauch getitelt und sich eine erlesene, wenn auch keine sehr belesene Runde eingeladen, wenn man von Katja Kipping als Literaturwissenschaftlerin einmal absieht.<\/p>\n<p>\u201eOra et labora!\u201c &#8211; \u201eBete und arbeite!\u201c ist das Motto des Benediktiner-Ordens und wenn man sich vergegenw\u00e4rtigt, dass \u201eLabora\u201c in der \u00dcbersetzung aus dem Lateinischen nicht nur f\u00fcr Arbeit, sondern auch f\u00fcr t\u00e4tiges Leiden steht (wir &#8222;laborieren&#8220; an einer Verletzung), dann wei\u00df man, welche Art Arbeit hier gemeint ist. Um es vorweg zu nehmen: Genau darum ging es und man kann die Runde getrost als eine Verschw\u00f6rung gegen den Sozialstaat bezeichnen \u2013 nichts anderes war es. Aber kommen wir zu zu den Einzelheiten, kommen wir zu den Verschw\u00f6rern.<\/p>\n<p><strong>Der Soldat Gottes<\/strong><\/p>\n<p>Gewiss h\u00e4tte es auch der aus Funk und Fernsehen schon sattsam bekannte Kirchenrocker und benediktinische Abtprimas Notker Wolf getan, der im Namen der \u201eInitiative Neue Soziale Marktwirtschaft\u201c musikalisch f\u00fcr eine K\u00fcrzung der Hartz IV-S\u00e4tze betet \u2013 allein: Man wollte es wohl diesmal subtiler. Vielleicht ging es auch um konfessionelle Vers\u00f6hnung. Bernd Siggelkow ist der gute Freund aller armen Kinder in Deutschland und der beste Freund Gottes. Au\u00dferdem ist er ein evangelikaler Christ, dessen einzig nennenswerte Ausbildung in einem Studium der Theologie besteht, das ihm die Heilsarmee finanziert hat.Von letzterem war kaum die Rede, daf\u00fcr umso mehr vom segensreiche Wirken des von Siggelkow 1995 gegr\u00fcndeten \u201eArche e.v.\u201c, einem sozialen Projekt f\u00fcr Kinder und Jugendliche, welches Missionierung \u00fcber die Suppenkelle betreibt. Begonnen hat Siggelkow damit in Berlin-Hellersdorf, einem Ostberliner Plattenbaugebiet, wo es g\u00fcnstiger Weise gleicherma\u00dfen viel zu bek\u00f6stigen, wie auch zu bekehren gibt. Immer mehr Berlinerinnen und Berliner, die sich die Mieten in den alten Wohnquartieren nicht mehr leisten k\u00f6nnen, Atheisten aus Friedrichshain, wie neuerdings auch Muslime vom Wedding, landen hier und bilden ein schier unersch\u00f6pfliches Reservoir, aus dem man zwischen Essenausgabe, Hausaufgaben und Kickertisch gute Christenmenschen formen kann, die k\u00fcnftig bereit sind, jeden noch so mies bezahlten Job anzunehmen. Zum Beten und zum Leiden an Arbeit also. Siggelkow, der als Buchautor auch gegen die sexuelle Deformation des Prekariates anschreibt, ist der Meinung, dass man die Hartz IV-S\u00e4tze nicht erh\u00f6hen sollte \u2013 was logisch ist. Nichts muss Siggelkow mehr f\u00fcrchten, als weltliche Institutionen, die sich statt seiner der Kinderarmut an- und ihm daf\u00fcr missionierungsf\u00e4higen Zulauf abnehmen k\u00f6nnten. Bezahlt wird das Wirken von Siggelkows Projekten \u2013 inzwischen deutschlandweit am Missionieren \u2013 ausschlie\u00dflich durch private Spender.<\/p>\n<p><strong>Der Wohlt\u00e4ter<\/strong><\/p>\n<p>Zum Beispiel durch G\u00fcnther Jauch. Der tr\u00e4gt die gesamten Projekt- und Personalkosten f\u00fcr Siggelkows Potsdamer \u201eArche\u201c. Es ist von 250.000 Euro j\u00e4hrlich die Rede. Er ist zwar Katholik, aber das macht nichts. Schlie\u00dflich ist Jauch Erstunterzeichner des Anfang September ver\u00f6ffentlichten Aufrufs \u201e\u00d6kumene jetzt!\u201c, in dem es um die \u00dcberwindung der Kirchenspaltung geht. Neben Jauch finden sich hier eine Menge interessanter Namen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Religion. Kleine Auswahl gef\u00e4llig?<\/p>\n<p>Annette Schavan, Antje Vollmer, Norbert Lammert, Wolfgang Thierse, Frank-Walter-Steinmeier, Thomas de Maiziere, Richard von Weizs\u00e4cker&#8230;lassen wir&#8217;s bei den Politiker_innen. Wohl gemerkt: Das sind alles Erstunterzeichner! Wer mag, kann sich die Gesamtliste unter oekumene-jetzt.de zu Gem\u00fcte f\u00fchren.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu Jauch. Ihm zahlt der NDR aus dem Geb\u00fchrentopf 4.487,- Euro f\u00fcr seinen Sonntagabend-Talk. Pro Sendeminute. Mithin also 26.922,- Euro pro einst\u00fcndiger Sendung. Brutto. Das ist ungef\u00e4hr das Zehnfache des Brutto-Monatsgehaltes einer Krankenschwester. Es sei an dieser Stelle noch einmal das Motto der Sendung eingeflochten: <strong>\u201eEine Frage der Gerechtigkeit \u2013 wer kann noch in Wohlstand leben?\u201c<\/strong> Aber weiter im Text. Mangelndes finanzielles Entgegenkommen kann man dem NDR also nicht unterstellen. Dies ist jedoch noch nicht alles. Das man sich von Jauch \u2013 oder der Produktionsfirma \u201ei&amp;u TV\u201c, denn selbstverst\u00e4ndlich produziert der NDR die Show nicht selbst \u2013 bieten l\u00e4sst, dass er sich einen Talkgast einl\u00e4dt, dessen Projekt von Jauch finanziell abh\u00e4ngig ist, sprengt dann doch den Rahmen des journalistischen Anstands. Da ist es fast schon m\u00fc\u00dfig zu erw\u00e4hnen, wem die Produktionsfirma geh\u00f6rt. Es sei dennoch gesagt: Sie geh\u00f6rt nat\u00fcrlich G\u00fcnther Jauch und hat neben Jauch selbst etliche Fernsehgr\u00f6\u00dfen unter Vertrag: Oliver Pocher, Dieter Nuhr, Steffen Hallaschka, Kai Pflaume, Oliver Gei\u00dfen, J\u00f6rg Pilawa. Die arbeiten alle f\u00fcr Jauch und alle transportieren Meinung. Es ist zu hoffen, dass dies keine Krankenschwester zu lesen bekommt. Aber wenn sie will, kann sie das auch jenseits dieses Textes erfahren und wenn sie flei\u00dfig sucht, werden ihr auch noch die Immobilien Jauchs und sein Weingut \u201eVon Othegraven\u201c an der sch\u00f6nen Saar auffallen.<\/p>\n<p>Sagen wir es ganz brutal: Das \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen \u00fcberl\u00e4sst sein Flaggschiff der politischen Meinungsmache einem Multimillion\u00e4r, der sich dazu Freunde einl\u00e4dt, die ihm gern dabei helfen, die f\u00e4lligen Steuern statt an den Fiskus an Projekte seines Gefallens zu zahlen. Dies ist nichts weiter, als die Privatisierung des Sozialstaates. Die Superreichen wollen also auch noch bestimmen, wer und zu welchen Bedingungen unterst\u00fctzt wird. Und auch jemanden, der hysterisch die Senkung der \u00f6ffentlichen Ausgaben fordert, findet Jauch problemlos.<\/p>\n<p><strong>Der Wurstmaxe<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Falle Uli Hoene\u00df, Pr\u00e4sident des FC Bayern M\u00fcnchen, Besitzer einer Wurstfabrik mit 50 Millionen Euro Umsatz im Jahr und ebenfalls ein braver Katholik. Auch Hoene\u00df lebt gut von Hartz IV, indem er z.B. Netto und Aldi mit Volksbratwurst beliefert, sowie gen\u00fcgend in keiner Gewerkschaft organisierte Mitarbeiter findet, die ihm f\u00fcr 1500,- Euro Brutto im Monat den Wurstteig kneten. Die Gewerkschaft NGG sprach gar von 1380,- Euro. Eine Summe, f\u00fcr die sein Freund Jauch immerhin knapp 20 Sekunden seines Sonntags im Berliner Gasometer sitzen muss. Geliefert haben ihm diese Arbeitskr\u00e4fte Gerhard Schr\u00f6der und Frank-Walter Steinmeier (\u00d6kumene jetzt!) mit ihren Arbeitsmarkt-Reformen. Wen wundert es, wenn der SPD-Altkanzler denn auch ein kr\u00e4ftiges Lob vom bekennenden CSU-Freund Hoene\u00df bekam. Hoene\u00df ist als Selfmade-Mann bekannt und wird immer gern vorgef\u00fchrt, wenn es gilt, die Legende vom Tellerw\u00e4scher, der es zum Million\u00e4r bringt aufzufrischen.<\/p>\n<p>V\u00f6llig unverd\u00e4chtig ist er allerdings des Besitzes eines \u00fcberdurchschnittlichen Intellekts. Dies stellte er eindrucksvoll unter Beweis, indem er eifrig Bernd Siggelkow daf\u00fcr lobte, mit den armen Kindern nach dem Tischgebet die Hausaufgaben zu erledigen, denn Bildung sei ganz wichtig, f\u00fcr bessere Chancen auf einen guten Job. In diesem Unfug waren sich \u00fcbrigens fast alle einig. Dass eine Anhebung des allgemeinen Bildungsniveaus hingegen die Chancen des Einzelnen auf einen Job verringert, so lange es mehr Arbeitssuchende als Jobs gibt, da die Konkurrenz um selbige dadurch w\u00e4chst und man dies das \u201eBildungsparadoxon\u201c nennt, davon hatte scheinbar au\u00dfer Katja Kipping noch niemand etwas geh\u00f6rt. Aber eben nur scheinbar. Jauch d\u00fcrfte dies recht gut wissen und es ist kaum zu erwarten, dass es dem Gro\u00dfb\u00fcrger Jauch und dem Missionar Siggelkow um mehr geht, als dass ein 18j\u00e4hriger die Bibel lesen, schlechte Arbeitsvertr\u00e4ge unterschreiben und die Zahlen auf der Fernbedienung zuordnen kann. Damit kann dann auch Uli Hoene\u00df gut leben: Ein paar W\u00fcrste sind mehr als ein Paar W\u00fcrste \u2013 was braucht der Mensch mehr zu wissen? Und ein paar St\u00fchle sind mehr als ein Paar St\u00fchle \u2013 wen also setzt man auf den Rest?<\/p>\n<p><strong>Die Studio-Dekoration<\/strong><\/p>\n<p>Hannelore Kraft, SPD und vom Katholizismus zum Protestantismus konvertiert sowie Edmund Stoiber, CSU, Protestant &#8211; sie waren auch da. Dass zu ihnen hier nichts weiter steht, h\u00e4ngt damit zusammen, dass sie nichts zu sagen hatten, was es sich zu notieren gelohnt h\u00e4tte. Lediglich, dass auch sie Bildung und warmes Essen f\u00fcr wichtige Sachen halten, war ihren Wortbeitr\u00e4gen zu entnehmen. Man h\u00e4tte getrost auf einen Stuhl ein Buch legen und auf einen Stuhl einen Kochtopf stellen k\u00f6nnen. Oder eine Bratwurst. Dann w\u00e4re Uli Hoene\u00df noch begeisterter gewesen, als er es ohnehin von Frau Kraft war, die er gern in einer Regierung mit Angela Merkel s\u00e4he, wie das schw\u00e4bisch-bayrische Urviech betonte. Egal \u2013 w\u00e4ren Frau Kraft und Herr Stoiber nicht da gewesen, h\u00e4tte die sechste im Bunde vielleicht die Gelegenheit gehabt, etwas umfassender zu erkl\u00e4ren, was f\u00fcr sie eine Frage der Gerechtigkeit ist.<\/p>\n<p><strong>Die Linke<\/strong><\/p>\n<p>Katja Kipping ist seit knapp vier Monaten Vorsitzende der LINKEN. Seit sieben Jahren hingegen ist sie sozialpolitische Sprecherin ihrer Bundestagsfraktion und war in den letzten drei Jahren Vorsitzende des Ausschusses f\u00fcr Arbeit und Soziales im Deutschen Bundestag. Man darf ihr also unterstellen, dass sie mit den sozialen Schieflagen des Landes vertraut ist und auch das Ausma\u00df der Verwerfungen genau kennt, die mit der AGENDA 2010 \u00fcber das Land gekommen sind. Dies war f\u00fcr Hoene\u00df kein Hindernis, Katja Kipping zuerst von einem gro\u00dfen Problem zu unterrichten, dass sie habe: Oskar Lafontaines gro\u00dfes Haus, das viel gr\u00f6\u00dfer sei als sein Haus, das Haus des Wurstk\u00f6nigs. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Dies kommt von einem Typus Mensch, f\u00fcr den Gewerkschafter Sozialneider sind. F\u00fcr den Rest der Sendung verlegte sich Hoene\u00df darauf, Kipping als Theoretikerin zu begeifern, die keine Ahnung von der Praxis habe und sich vom Steuerzahler alimentieren lie\u00dfe. Wohl gemerkt: Neben Hoene\u00df sa\u00df sein FC Bayern-Kumpel Dr. Edmund Stoiber, der 1971 als Jurist \u00fcber den <strong>\u201eHausfriedensbruch im Lichte aktueller Probleme\u201c<\/strong> promoviert hat und seither als Politiker vom Steuerzahler alimentiert wird. Bis zu seiner Promotion hatte Stoiber studiert und als wissenschaftlicher Mitarbeiter theoretische Arbeit an der Uni Regensburg geleistet. Alles bezahlt vom Steuerzahler. Man braucht einen starken Magen, um dies auszuhalten.<\/p>\n<p>Hannelore Kraft schaffte es dann noch, sich angewidert von Katja Kipping abzuwenden, als diese sie auf die Eierei Siegmar Gabriels in der gegenw\u00e4rtigen Rentendebatte ansprach. Dies sei nicht so. 12 Stunden sp\u00e4ter stellte sich heraus, dass es sehr wohl so ist und Gabriel seitens der SPD-Linken geh\u00f6rig gerupft wird. Aber dies war dann schon egal. Zeit f\u00fcr ein Fazit.<\/p>\n<p><strong>Die stille \u00dcbernahme<\/strong><\/p>\n<p>Es ist nicht die eine Sendung allein, die Sorge bereiten muss. Sorge bereiten muss die stille \u00dcbernahme des \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehens durch die Privatwirtschaft. Sorge bereiten muss die stille \u00dcbernahme des Sozialstaates durch die Privatwirtschaft. Nach den umfassenden Privatisierungen der Daseinsvorsorge (Krankenh\u00e4user, Wohnungsgesellschaften, Wasserversorgern usw.) wird nun die Privatisierung der Meinungsbildung und der sozialen Sicherungssysteme vorbereitet. Siggelkow sagt letzteres \u00fcbrigens ganz unverbl\u00fcmt und es \u00fcberrascht wohl niemanden, <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dJVKO7BwrzY\">dass er dabei die Verlobte Carsten Maschmeyers an seiner Seite hat<\/a>.<\/p>\n<p>Nach dem Testballon der Teilprivatisierung der Rentenversicherung geht es nun an den Rest \u2013 und der wird g\u00f6nnerhaft religi\u00f6sen Connections zur Verwaltung \u00fcbergeben, die im Fernsehen flei\u00dfig f\u00fcr ihren Glauben werben d\u00fcrfen. Ora et labora. Wer sich die Abspanne der Produktionen im \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen genau anschaut, wei\u00df, dass die Redaktionen l\u00e4ngst eines Gro\u00dfteils ihrer Rechte beraubt sind. Das \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen \u00fcberl\u00e4sst weite Felder seiner Produktionen der Privatwirtschaft \u2013 die bestimmt inzwischen, was gesendet wird \u2013 mit ihren Werbeetats, ihren Produktionsfirmen, sowie mittels ihr gewogener und wohl auch finanziell interessierter Politiker in den Gremien der Anstalten.<\/p>\n<p>So wird die Republik zur Bananenrepublik. Schon seit Jahren, St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck. G\u00fcnther Jauch darf inzwischen gemeinsam mit Uli Hoene\u00df ganz \u00f6ffentlich-rechtlich die Begeisterung des Volkes daf\u00fcr organisieren, dass die Demokratie weitgehend beseitigt wird. Wem nichts geh\u00f6rt, der hat auch nichts zu sagen. Es wird h\u00f6chste Zeit, sich zu wehren, an allen Fronten. DIE LINKE allein ist bei aller Sympathie zu schwach dazu.<\/p>\n<p>Bj\u00f6rn Schenk<\/p>\n<pre><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein guter Freund, der sich Bj\u00f6rn Schenk nennt, bat mich heute, seine Replik zur gestern Abend gesendeten Jauch-Talkshow hier zu ver\u00f6ffentlichen. Aber klar doch! &nbsp; Ora, Ora, Ora! 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